Fachbereich Geschichte / Politische Bildung
MUN, das steht für "Model United Nations", ist ein Planspiel, bei dem Jugendliche verschiedener Schulen und Nationalitäten eine UN-Vollversammlung simulieren. Dabei werden so genannte Resolutionen zu aktuellen, politischen Problemen diskutiert und beschlossen. Diese nachgeahmte Konferenz läuft mit dem Gros der Formalitäten einer realen Tagung ab. So werden beispielsweise die parlamentarischen Diskussionsstrukturen eingehalten und auf den Dresscode geachtet.
Dieses Jahr fand vom 25.10. bis 27.10. ein solches Planspiel auf der Schulfarminsel Scharfenberg, das erklärt nun auch die Abkürzung "SIS", statt. Das Einstein Gymnasium Neuenhagen war mit zwei Delegationen vertreten, die U.S.A. mit Josefine Dobis und Conrad Calmez, und Südkorea mit André Scheil und Kevin Jessa. Außerdem hat Robert Schmidt als Gastdelegierter die Vereinigten Staaten mit vertreten.
Am ersten Tag trafen sich alle Delegierten zur Begrüßungszeremonie um das Planspiel offiziell zu eröffnen. Alle Vertreter der beteiligten UN-Staaten hörten eingangs ein Referat eines Jugendoffiziers der Bundeswehr, das die Situation in Afghanistan schilderte. Nach den so genannten "opening speaches" eines jeden Landes, die, wie die gesamte Kommunikation, auf englisch waren, teilten sich die Delegierten auf die Komitees: "political committee" (PC) und "economical and social council" (ECSOC) auf. Das ECSOC beschäftigte sich mit den Missständen der Menschenrechte der körperlich und geistig Behinderten, dies führte zu regen Diskussionen unter anderem über die Finanzierung der Fördermaßnahmen, sowie über Werte- und Moralvorstellungen der verschiedenen Kulturkreise. Das PC problematisierte die gegenwärtige Sachlage in Afghanistan, auch hier kam es zu kontroversen Vorstellungen über die Lösung der dortigen Probleme, wie Terrorgefahr und Landesaufbau.
Nach einem weiteren Tag heißer Debatten wurden die entstandenen Resolutionen in der Vollversammlung vorgestellt, verteidigt, geändert und schließlich beschlossen. An diesem Tag wurden auch die Ehrungen für den besten Sprecher, den besten Diplomaten und die beste Delegation verliehen. Mateus Drapczynski aus Polen, der China vertrat, gewann gleich zwei Preise. Uns, den Vertretern der U.S.A., wurde die Ehre zuteil, zusammen mit Usbekistan, den Titel als beste Delegation zu bekommen. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei Robert Schmidt für sein Engagement und seine Unterstützung durch seine Erfahrungen, die er bereits in mehreren MUNs gesammelt hat. Auch bedanken wir uns bei der Schulleitung und dem Förderverein dafür, dass sie uns die Teilnahme ermöglichten.
Diese drei Tage bleiben uns sicher noch lange in Erinnerung. Nicht ausschließlich auf Grund der Erfahrung im diplomatischen Umgang, sondern, weil man eben auch mit Schülern anderer Nationen in Kontakt treten konnte.Alles in allem hatten wir eine Menge Spaß und würden uns freuen, wenn wir nun auch das Interesse bei euch geweckt haben. Wir versuchen garantiert nächstes Mal wieder dabei zu sein.
Josefine Dobis, Conrad Calmez; Jahrgangsstufe 13
