Fachbereich Geschichte / Politische Bildung

Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt 2011

Gruppenfoto mit der Zeitzeugin in Prag

Einleitung

Vom 28.11.11-2.12.11 haben die Klassen 10a,b,c,d,l eine Bildungsfahrt nach Tschechien in den Ort Terezin (Theresienstadt) gemacht. Dieser wurde in der Zeit des 2. Weltkrieges als Arbeits- und Durchgangslager für hauptsächlich Juden genutzt. Somit stand das Thema Nationalsozialismus und die Geschichte Theresienstadtes in dieser Woche im Mittelpunkt.

Montag

Italienischer und deutscher Einfluss auf SudetenlandGegen 8:00 Uhr fuhren wir vom Einstein-Gymnasium in Richtung Theresienstadt (Tschechien) ab. Nach einer langen, fünfstündigen Fahrt kamen wir endlich an und bezogen anschließend unsere Zimmer im "Parmatnik Terezin". Gleich danach fuhren wir zusammen in den nahegelegenen Ort Litomericê. Dort konnten wir unser Geld umtauschen und ca. 3h herumbummeln. Gegen 18:00 gab es Abendessen und trafen uns alle anschließend im Dachboden der "Magdeburger Kaserne". Dort lernten sich die Schüler aus den verschiedenen Klassen zunächst näher kennen & berichteten über ihre Erwartungen an die Woche in Terezin. Danach konnten sich alle Gruppen in ihre Zimmer zurückziehen und sich auf den nächsten Tag vorbereiten.





Dienstag

Unterkünfte in der kleinen Festung, dem ehemaligen KZ TerezinNach einem ausgewogenen Frühstück haben wir uns der ersten Aufgabe unseres zweiten Tages in Theresienstadt gestellt. Dabei sollten wir in Gruppen Informationen über bestimmte Orte, Bereiche & Themen Terezins herausfinden, welche wir uns dann anschließend in einer selbsterarbeiteten, wechselseitigen Führung vermittelt haben. Nach dem Mittagessen besuchten wir "Die kleine Festung", die früher das Gefängnis der Stadt war. Danach besichtigten wir das Ghettomuseum und die Ausstellung der Magdeburger Kaserne. Am Abend wurde uns als letzter Programmpunkt des Tages ein Propagandafilm über Theresienstadt gezeigt, über den wir auch danach noch viel diskutierten.



Mittwoch

Denkmal an die Verstorbenen im KZ Nach dem Frückstück standen Workshops auf dem Tagesplan. Als erstes "Von der Nummer zum Namen". Wir teilten uns in Gruppen ein und bearbeiteten verschiedene Biographien von Personen aus der Ghettozeit aus. Nach dem Mittagessen wurden diese Biographien aus der Ghettozeit von den verschieden Schülergruppen präsentiert. Manche zeigten uns ein Schauspiel oder trugen ein Vortrag mit Plakaten vor. Nach einer kurzen Pause hat der zweite Workshop begonnen. Es ging diesmal um das Thema "Täter-Opfer-Helden". Die Aufgabe bestand darin, verschiedene Bilder von Menschen aus der Ghettozeit einzuschätzen bzw. einzuordnen. Später wurden zu diesen Bildern Geschichten vorgelesen und es wurde klar, wer oder was sich auf den Bildern darstellte.

Donnerstag

Am Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Prag. Als erstes hatten wir im jüdischen Viertel Prags ein sehr interessantes und bewegendes eitzeugengespräch, was uns die Zustände im damaligen Ghetto Terezin verdeutlicht hatte. Danach besichtigten wir 3 Synagogen, wobei wir von der dritten auch den Friedhof begutachteten. Die alten Grabsteine waren überwältigend. Danach hatten wir 6 Stunden Freizeit. Die meisten schlenderten einfach nur durch die Straßen, aßen etwas und kauften noch Souveniers oder Weihnachtsgeschenke. Unser Treffpunkt war der Weihnachtsmarkt am Altstädter Ring, welchen wir natürlich auch besuchten. Wieder in unserer Unterkunft angekommen, kochten sich einige noch Abendessen in der Küche der Kaserne.
Friedhof einer Synagoge in Prag Kirchturm auf dem Altstädter Ring

Freitag

Gegen neun Uhr wurden wir von unserem Busfahrer in Terezin abgeholt und wieder zur Schule gebracht. Alles in Allem hatteneine sehr lehrreiche und schöne Woche gehabt.