Fachbereich Geographie
Das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Es wird zu 90% vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen. Weiterhin wird es zu 10% Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg getragen. Es arbeiten dort etwa 780 Personen. Davon sind 373 Personen Wissenschaftler. Das Hauptforschungsthema des GFZ ist die Erde. Am Zentrum werden alle, zum Teil sehr komplexen Themen, welche unsere Erde betreffen, erforscht. Das GFZ Potsdam umfasst alle Disziplinen der Geowissenschaften von der Geodäsie bis zum Geoingenieurwesen und betreibt sie in einem engen interdisziplinären Verbund mit den benachbarten Naturwissenschaften Physik, Mathematik und Chemie sowie den ingenieurwissenschaftlichen Fächern Felsmechanik, Geotechnik, Ingenieurhydrologie und Ingenieurseismologie.Unsere Exkursion ins GFZ
Unser Geographie Grundkurs (EG29) der Jahrgangsstufe 11 hat am 30.11.2007 eine Exkursion zum Geoforschungszentrum in Potsdam unternommen. Uns wurde dort ein sehr informatives und interessantes Programm geboten.
Zuerst präsentierte uns Herr Dr. Hübner in einer Präsentation die wichtigsten und interessantesten Forschungsarbeiten, welche zurzeit laufen. Er erzählte uns beispielsweise von der Arbeit an einem Tsunami-Frühwarnsystem und dem Projekt "CO2 SINK", welches sich mit der Frage beschäftigt, ob man CO2 mithilfe einer Bohrung tief unter der Erde einlagern kann. Wir erfuhren weiter interessante Fakten, wie zum Beispiel den Fakt, dass unsere Erde keine wundervoll runde und glatte Oberfläche hat, sondern überspitzt aussieht, wie eine Kartoffel.
Danach wurden wir durch die so genannte Wetterküche geführt, in welcher eine Vielzahl von Instrumenten zur Wettermessung ausgestellt war und wir mit einigen Instrumenten selbst experimentieren konnten.
Anschließend wurden wir noch über das Gelände geführt und uns wurden noch die verschiedenen Gebäude des GFZ, wie zum Beispiel der Einsteinturm, gezeigt.
Die Projekte des GFZ
Die einzelnen Projekte des GFZ sind Champ, CO2-Sink, das Tsunami-Frühwarnsystem, verschiedene geothermische Projekte und viele mehr.
Champ ist ein Satellit, der mit vielen Sensoren ausgestattet ist und die Erde umrundet. Während seiner Umlaufbahn um die Erde, nimmt er Daten auf, die dann im GFZ ausgewertet werden. Durch Champ wurde die Potsdamer "Erd-Kartoffel" erstellt. Das Bild oben zeigt (10.000x überhöht), dass die Erde nicht vollständig Kugelförmig ist, sondern insgesamt sehr unterschiedlich hoch beschaffen ist. Champ hat seine Mission mit den vielen Umrundungen der Erde aber noch nicht abgeschlossen. Im Moment werden immer mehr Daten zur Beschaffenheit der Erde gesammelt und die "Erdkartoffel" wird immer originalgetreuer.
Das Projekt CO2-Sink beschäftigt sich, wie schon beschrieben mit der Möglichkeit, CO2 in unterirdischen Hohlräumen zu lagern. So könnte zum Beispiel das in Kraftwerken erzeugte CO2 gelagert werden. Derzeit wird noch nach geeigneten Standorten gesucht und an einer Stelle haben die Wissenschaftler des GFZ schon eine Testbohrung angelegt. Der Ort für die Lagerung muss natürlich wohl überlegt sein, da dass CO2 durch eine undurchlässige Schicht zurückgehalten werden muss, um nicht wieder sofort zu entweichen.
Das Tsunami Frühwarnsystem im Pazifik wurde größtenteils vom GFZ mit entwickelt. Es wurden schon die ersten Messbojen auf dem Meer ausgesetzt und mit den GPS-Satelliten verbunden. Durch diese Bojen und Seismographen am Meeresboden, sowie einigen Sensoren in Landnähe, soll nun im Falle eines Erneuten Seebebens die Gefahr eines Tsunami sofort ermittelt werden und somit die Bevölkerung vor Schaden bewahrt werden.
