Fachbereich Kunst
Licht und Raum − ein Unterrichtsprojekt der Klasse 8l
Schwerpunkt des zweiten Halbjahres im Kunstunterricht der Klasse 8L war die Beschäftigung mit dem Zusammenhang zwischen Licht- und Raumerleben.
Ausgehend von Beobachtungen in realen Räumen hatten die Schüler und Schülerinnen die Aufgabe, für einen Karton eine Lichtinstallation zu planen und diese dann auch umzusetzen. Es sollten ein oder mehrere Räume entstehen, in denen verschiedene Wirkungen von Licht ausprobiert werden konnten.
Anfänglich musste überlegt werden, welche Faktoren unsere Raumwahrnehmung wie beeinflussen und auf welche Weise Licht auf verschiedenem Wege inszeniert werden kann.
Neben der Raumgröße spielt selbstverständlich die Farbe des Raumes eine Rolle, aber auch die Wandgestaltung, die Licht reflektieren oder auch verschlucken kann.
Daneben galt es, verschiedene Lichtquellen hinsichtlich ihrer Wirkung zu testen. Neben kleineren Klemmleuchten wurden schnell auch Lichterketten, Taschenlampen, Fahrradlampen oder andere Strahler als geeignet befunden. Nun musste man sich mit einem Arbeitspartner auf ein Konzept einigen, bei dem die beschriebenen Aspekte berücksichtigt werden. Gerade in dieser Phase entstanden sehr viele originelle Lösungen, wie einige der Beispiele zeigen. Lena und Julia experimentierten in ihrem recht schlicht gehaltenen Raum mit Spiegeln,
die das Licht über Stufen reflektierten und zum Beispiel mit einer transparenten Farbscheibe, die gedreht, sehr interessante Effekte erkennen ließ.Charlene und Madeleine hatten einen konkreteren Raum vor Augen, als sie ihre Einrichtung, wo die Figuren die Größenverhältnisse dokumentieren sollen, überlegten. In ihrer Installation sind es verschiedene Lichtquellen, die farbige Wandgestaltung und reflektierende Folien, die die Wirkung ausmachen. In der Raumfolge von Jennifer und Lea, zu der neben einer Geschichte auch Musik gehören, muss der "Besucher" die Räume durchlaufen und erlebt so ihre
Veränderung durch das Licht.Darina und Nadja bauten eine aus mehreren Etagen bestehende Installation, wo durch das Öffnen und Verschließen von Wandöffnungen, aber auch durch verschiedene geometrische Formen, die bestimmte Schatten werfen, sehr viele unterschiedliche Lichtsituationen entstanden. Frauke und Laura arbeiteten vor allem mit der Wandgestaltung und unterschiedlichen Beleuchtungen, während Teresa und Lisa ausgehend von einer Lichtröhre verschiedene Wirkungen inszenierten. Die letzte Installation, die hier vorgestellt werden soll,
nicht alle konnten noch fotografisch dokumentiert werden, stammt von Nadja und Sophia.In ihr sind es die Lichteinfälle der verschiedenen Lichtquellen und die interessanten Einbauten, die eine sehr schöne Lichtregie entstehen ließen. Auch wenn sich die Arbeiten aufgrund der Einzelstunde, die in Kunst nur zur Verfügung steht, über mehrere Wochen hinzogen, wurde jede Stunde sehr intensiv genutzt, von der ersten bis zur letzten Minute und in die Pausen hinein gearbeitet und die Präsentation ergab, von allen bestaunt, eine ungeahnt große Fülle von sehr eindrucksvollen Lichtspielen.
(S. Fyfe/ Kunstlehrerin)
