Albert Einstein
Einsteins spezielle Relativitätstheorie
Einsteins dritter bedeutender Artikel von 1905, Zur Elektrodynamik
bewegter Körper, enthielt das, was man später als spezielle
Relativitätstheorie bezeichnete. Die Entwicklung der Physik im 19.
Jahrhundert war von einer mechanistischen Auffassung geprägt. Optische
und elektromagnetische Phänomene wurden in Analogie zur
Elektrizitätslehre gedeutet, wobei ein absolut ruhender "Äther" das
Medium darstellte. Die Vorstellung widersprach der seit Galileo Galilei
bekannten Tatsache, dass zwischen gleichförmig bewegten Körpern nur
Relativgeschwindigkeiten beobachtbar sind. Die Gleichungen der
Elektrodynamik genügen aber nicht den Transformationen, welche die
Umrechnung von einem gleichförmig bewegten Bezugssystem (Inertialsystem)
in ein anderes ermöglichen, zumindest nicht innerhalb der Grenzen der
Mechanik Isaac Newtons. Nach Einsteins Theorie hat die Äquivalenz
(Gleichwertigkeit) aller gleichförmig bewegten Bezugssysteme universelle
Gültigkeit. Als zweites Prinzip postulierte er die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit in allen gleichförmig zueinander bewegten
Bezugssystemen.